Autos oder Reisen sind den Deutschen wichtiger.

Öko, vegan, fair, frei von Laktose oder sonstigen Zusatzstoffen: Wer die Trends der BioFach betrachtet, mag zu der Erkenntnis kommen, die Deutschen legten allesamt größten Wert auf qualitativ hochweritge und ohne größeren Schaden für Mensch, tier und Natur erzeigte Nahrung. Doch realisitsch betrachtet hat die Mehrheit keine allzu großen Ansprüche ans Essen. Billig, bestenfalls preiswert, soll es sein. So geben die Deustchen – je nach Statistik – seite Jahren um die zwölf Prozent ihres Einkommens für Nahrungsmittel aus.
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Bestenfalls dann, wenn wieder ein Lebensmittelskandal aufgedeckt wird, kauft man Nahrung bewusst ein: bio, regional, direkt beim Erzeuger. Wie lange das vorhält, können Biobauern leidvoll bezeugen: Während des Dioxinskandals fanden Bio-Eier reißenden Absatz. Einige Wochen später blieb die Ware liegen: zu teuer.

Die bunte Vielfalt des Ökomarktes, die die Weltleitmesse BioFach derzeit präsentiert, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Öko zwar ein Acht-Milliarden-Euro-Ding ist. Aber eben auch ein Nischenprodukt, das nur fünf Prozent des Marktes ausmacht.
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Für die Politik heisst das, Biobauern zu fördern, statt den Anbau von Lebensmitteln, die dann in Biogasanlagen verschwinden.

GABI WALD-HAUF
Nürnberger Zeitung

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